Es gibt verschiedene Gründe, warum das Düngen von Kiefern sinnvoll sein kann. Richtiges Düngen fördert das Wachstum der Kiefer. Darüber hinaus erfordern oftmals ungünstige Bodenverhältnisse eine zusätzliche Düngung. Doch nicht jeder Dünger eignet sich für Kiefern und auch der richtige Zeitpunkt ist wichtig, wenn der Baum durch zusätzliches Düngen gesund und kräftig bleiben soll.
Kiefern sind anspruchslos
Kiefern sind wahre Überlebenskünstler unter den Bäumen. Weltweit gibt es mehr als 100 Kiefern-Arten, die zum Teil an unwirtlichen Standorten zu finden sind. Überall dort, wo eher schlechte Bodenverhältnisse für viele andere Baumarten ungünstige Wachstumsbedingungen bieten, fühlen sich Kiefern durchaus wohl. So wachsen sie nicht nur auf sauren Moorböden, in Felsspalten und in Höhen bis zu 2500 m, sondern auch auf Dünen, die ihnen kaum Nährstoffe bieten.
Die meisten Kiefernarten sind absolut frosthart, kommen mit großer Hitze gut zurecht und halten auch starkem Wind stand. In Bezug auf die Bodenbeschaffenheit sind Kiefern ebenfalls sehr anspruchslos. Sie wachsen prächtig auf armen und sandigen Böden und stellen keine besonderen Ansprüche an den pH-Wert des Bodens. Einzig hohe Salzkonzentrationen im Boden vertragen die Bäume schlecht.
Der richtige Dünger

Dennoch ist es mitunter sinnvoll Kiefern regelmäßig zu düngen. So kann einem Magnesium-Mangel vorgebeugt werden und der pH-Wert des Bodens reguliert sich. Gute und optimale Bodenverhältnisse fördern das Wachstum der Nadelbäume und beugen einer Braunfärbung der Nadeln vor.
Kiefern benötigen wie alle Nadelgehölze einen Dünger, der sich von einem herkömmlichen NPK Dünger für andere Bäume unterscheidet. Zum Düngen von Kiefern eignen sich:
- Bittersalz
- Koniferen- oder Tannendünger
Bittersalz enthält viel Magnesium und ist ein ideales Düngemittel, wenn die Kiefer zu wenig Magnesium erhält. Die Wirkung von Bittersalz setzt sehr schnell ein, daher sollte die Kiefer nach dem Düngen gut gegossen werden.
Die angegebene Dosierung darf keinesfalls überschritten werden, sonst entsteht ein Magnesiumüberschuss. Das führt zu Kaliummangel, der dem Baum ebenfalls nicht gut tut.
Koniferen- oder Tannendünger enthält neben den üblichen Düngerkomponenten Kalium, Natrium und Phosphat organische Materialien sowie Eisen, Schwefel und Magnesium. Je nach Hersteller kann der Anteil der einzelnen Bestandteile variieren. Um einer Überdüngung vorzubeugen, sollte auch bei der Verwendung von Koniferen- oder Tannendünger die Dosierungsempfehlung des Herstellers beachtet werden.
Der optimale Zeitpunkt zum Düngen
Idealerweise werden Kiefern in der Zeit von Februar bis August gedüngt. Das ist die Wachstumszeit der Kiefer und sie hat dann den höchsten Nährstoffbedarf. Ab August bereitet sich der Baum auf die anstehende Winterruhe vor und sollte deshalb nicht mehr gedüngt werden.
Abhängig von der Bodenbeschaffenheit, der Bodendurchlässigkeit und der Größe der Kiefer reicht eine Düngung für bis zu 10 Wochen. Von Februar bis August sollte daher regelmäßig nachgedüngt werden.
Den Dünger richtig ausbringen
Damit die Wurzeln den Dünger optimal aufnehmen können, wird er möglichst gleichmäßig rund um die Kiefer verteilt und anschließend gut in den Boden eingearbeitet.
Bittersalz und Koniferen- oder Tannendünger gibt es als trockenes Düngemittel oder in flüssiger Form. Bei beiden Düngervariante sollte der Baum nach dem Düngen gut gewässert werden.
Expertentipp
Kiefern sind sehr anspruchslose Bäume und wachsen in der freien Natur oft unter widrigen Umständen prächtig. Werden die Bäume im Garten zusätzlich gedüngt, sorgt dies nicht nur für saftig grüne Nadeln, sondern regt auch das Wachstum des Baumes an.
Soll die Kiefer im Garten nicht zu groß werden, sollte, wenn überhaupt, nur sehr sparsam gedüngt werden. Oftmals kann sogar ganz darauf verzichtet werden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare